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Alles über die Große Woche in Iffezheim
Vom 27. August bis zum 5. September findet das große Meeting in Baden-Baden statt. Lesen Sie hier über die Eröffnungsveranstaltung, die Kooperation mit der japanischen Rennsportbehörde JRA und die Sponsorship des Darley-Gestütes. Oder blättern Sie weiter, um sich über Veranstaltungen während der Großen Woche oder das Internet- und TV-Programm zu informieren.

Am ersten Sonntag markieren das Fürstenberg-Rennen (Europa-Gruppe III) und der Preis des Casino Baden-Baden (L.R.) die Fixpunkte. Über das Darley-Oettingen-Rennen (Europa-Gruppe III) am Dienstag und die Jacobs Goldene Peitsche (Europa-Gruppe II) am Mittwoch leitet der Reigen der täglich entschiedenen Gruppe-Rennen über zum Raab Karcher Baustoffe-Cup (Europa-Gruppe II) am Freitag und zum absoluten Höhepunkt, dem Mercedes-Benz - 127. Großer Preis von Baden am Sonntag, dem 6. September, mit einem - nach derzeitigen Informationen - qualitativ herausragenden Teilnehmerfeld, das auch nach der frühzeitigen Abmeldung des japanischen Top-Galoppers El Condor Pasa von exzellentem Zuschnitt sein wird.

Halbe Million zum Auftakt
Der Auftakt am Freitag hat es in sich. Mit der zweiten Auflage des Preises der Badischen Sparkassen (ex-Spreti-Rennen), dem Ferdinand Leisten-Gedächtnisrennen und der Japan Racing Association Trophy (Gontard-Rennen) stehen gleich drei Hunderttausender auf dem Programm. Überhaupt hat dieser Freitag mit Rennpreisen und Züchterprämien von über einer halben Million Mark einmal mehr das höchste Rennpreisniveau für einen Wochentag im deutschen Turfkalender.
Gut war das Echo der Ställe auf den Preis der Badischen Sparkassen, obgleich die heimischen Kandidaten diesmal unter sich bleiben. Sehr gut war auch wieder die Resonanz auf das Ferdinand Leisten-Gedächtnisrennen, das 14 Kandidatinnen am Ablauf sehen könnte.
Am Eröffnungstag gibt es wie im Vorjahr das Hatzfeld-Rennen als sog. Verkaufsrennen. Damit wird den potentiellen Käufern des Siegers oder eines geclaimten Pferdes die Möglichkeit gegeben, die Neuerwerbung schon während der Großen Woche eventuell noch einmal in neuen Farben an den Start zu schicken.
Leider musste der Preis vom Rhein als Jagdrennen wegen Mangels an potentiellen Startern gestrichen werden. Damit wird zum erstenmal seit Jahrzehnten der Eröffnungstag der Großen Woche ohne ein Hindernisrennen gelaufen. Der Internationale Club bedauert diese Entwicklung, die jedoch ganz deutlich die Misere im deutschen Hindernissport aufzeigt.
Das internationale Element ist an diesem Eröffnungstag vor allem durch den japanischen Top-Jockey Mikio Matsunaga gegeben, der in Iffezheim ein sicher vielbeachtetes Gastspiel geben wird.

JRA und IC: Kooperation mit Zukunft
Mit der dritten Entscheidung der Japan Racing Association-Trophy am Eröffnungstag der Großen Woche 1999 wird eine Kooperation fortgesetzt, die am 15. Juni 1997 auf der Rennbahn von Fukushima ihren Anfang nahm und die in der Geschichte des Internationalen Clubs Baden-Baden einen historischen Markstein darstellte. An jenem 15. Juni wurde auf der Rennbahn von Fukushima, ca. 200 km nördlich von Tokio, das erste Rennen um den Baden-Baden-Cup ausgetragen. Mit diesem Rennen wurde die Kooperation des Internationalen Clubs Baden-Baden mit der Japan Racing Association, dem Dachverband des japanischen Galopprennsports, faktisch begründet. Nicht zuletzt auch der Initiative des damaligen deutschen Botschafters in Tokio, Seiner Exzellenz Dr. Heinrich Dieckmann, ist das Zustandekommen dieser Kooperation zu verdanken.
Sogenannte International Exchange Races unterhält die Japan Racing Association schon seit einigen Jahren mit wichtigen Rennclubs oder Rennsportorganisationen in der ganzen Welt. Zum Teil haben sich daraus auch sehr bedeutende wirtschaftliche Rennsport-Beziehungen entwickelt. Deutschland fehlte auf der Kooperations-Landkarte der Japaner, deren Rennsport aus ökonomischer Sicht mit einem Wettumsatz-Volumen von umgerechnet 70 Milliarden Mark (zum Vergleich: Wettumsatz-Volumen Deutschland 1998 - ca. 255 Millionen Mark) weltweit einen Spitzenplatz einnimmt und die derzeit auf den internationalen Vollblutmärkten als einzige den Scheichs aus den Emiraten Paroli bieten können.

Nach Landos Japan Cup-Triumph im Jahre 1995 fiel die Anregung des Deutschen Botschafters, ein “International Exchange Race” auch mit Deutschland zu starten, bei der Japan Racing Association, die die zehn wichtigsten Rennbahnen in Japan betreibt, auf fruchtbaren Boden. Und in Deutschland war es der Internationale Club Baden-Baden, der sich als Erster zu einem solchen Rennen bereit erklärte. Erste Details wurden bereits 1996 geklärt, u. a. auch der Austragungsort Fukushima festgelegt. Fukushima hat eine ähnlich lange Rennsporttradition wie Baden-Baden - eine längere als zum Beispiel Tokio - und ist ebenso wie Baden-Baden ein für seine Thermen in Japan berühmter Kurort.

Die erste Austragung des “Baden-Baden-Cup” war für den Internationalen Club Baden-Baden in jedem Fall ein historisches Datum, denn zum erstenmal in der 125jährigen Geschichte des Clubs wurde eine Partnerschaft mit einer ausländischen Rennsportorganisation realisiert. “Historisch” war der Tag auch für die Japan Racing Association und die Bahn von Fukushima, wurde an diesem Tag doch die neue, ultramoderne Tribüne, die für umgerechnet 140 Millionen Mark in den vorausgegangenen zwei Jahren errichtet worden war, eingeweiht. Diese Tribüne dürfte derzeit das modernste Tribünen-Bauwerk in der Welt darstellen. Auf fünf Etagen bietet sie alles, was man sich heute in punkto Funktionalität und Komfort von einer Tribüne im Galopprennsport nur wünschen und vorstellen kann.

Zur Eröffnung der “Großen Woche 1997” und der Feierlichkeiten zum 125jährigen Jubiläum des Internationalen Clubs Baden-Baden wurde im Gegenzug am 29. August 1997 die erste “Japan Racing Association-Trophy” auf der Rennbahn von Iffezheim in Anwesenheit einer hochrangigen Delegation der Japan Racing Association entschieden.

Das Interesse der Japaner am deutschen Vollblut zu wecken und in nicht zu ferner Zukunft eventuell auch einmal einen japanischen Vollblüter in Iffezheim am Start zu sehen, sind die Motive hinter den jetzt entwickelten Japan-Aktivitäten des Internationalen Clubs, der dem lange verfolgten Prinzip der Internationalität nun noch eine neue Dimension verliehen hat.

Diesem Ziel ist der Club nach nunmehr drei Entscheidungen des Baden-Baden-Cup auf der Rennbahn von Fukushima nun schon ein gutes Stück näher gerückt, zumal nach dem erfolgreichen Gastspiel von Yutaka Take und Yukio Okabe in der “Großen Woche 1998” in diesem Jahr die deutschen Jockeys Terry Hellier und Gerhard Huber als glänzende Botschafter des deutschen Rennsports in Fukushima aufgetreten sind. Die japanische Delegation zur JRA-Trophy wird diesmal angeführt von Hiroshi Ishii, dem Manager der Rennbahn von Fukushima sowie von Katsuhiro Miyauchi, dem Europa-Repräsentanten der JRA.

Und als ganz besonderer Höhepunkt wird am Eröffnungstag der japanische Top-Jockey Mikio Matsunaga in Iffezheim in den Sattel steigen.

Wie schon in den beiden Jahren zuvor wird Iffezheim auch am Freitag wieder etwas japanisches Flair erleben. Wenn die Pferde zu den einzelnen Rennen den Führring verlassen, wird jeweils eine Fanfare einer der großen japanischen Rennbahnen gespielt werden, und zudem assistieren zwei Japanerinnen in traditionellen Kimonos bei den Siegerehrungen des Tages.

Darley - eine “stille Sponsorship” tritt ans Licht
Aufmerksamen Lesern des Rennprogramms wird zum Hauptereignis des Dienstagrenntages, dem Oettingen-Rennen, schon seit einigen Jahren aufgefallen sein, dass der Siegpreis vom Darley Stud Management gegeben wurde. Die englische Breeding Operation von Sheikh Mohammed al Maktoum hielt zu dieser Gelegenheit in den Räumen des Internationalen Clubs Baden-Baden stets auch einen Empfang für dem Unternehmen verbundene Züchter und Besitzer von Vollblütern ab. Für die breite Öffentlichkeit war dieses lobenswerte Engagement bislang aber weitestgehend unbemerkt geblieben. Das wird sich in diesem Jahr ändern, denn nicht nur tritt der Unternehmensname Darley nunmehr als Bestandteil des traditionellen Renntitels in Erscheinung, Darley wird sich auch sonst mit den klassischen Werbemitteln wie Fahnen, PR-Tafeln, Spots auf dem Rennplatz präsentieren.

 

 

 

 

 

(Quelle: Presse-Mitteilung Internationaler Club)

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letzte Änderung: 27. August 1999 © Turfkönig - the virtual gaucho - Maike Hanneck
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